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Mittwoch, 1. April 2009

Diskussion über die Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen

Ich war heute auf einem Termin mit unserem Unternehmensberater, sowie einer dritten Person aus dem Netzwerk der Succeed GmbH. Die Person hat wertneutral den Businessplan analysiert und mehrere Fragen gestellt, die ich aufgeklärt habe. Es war eine sehr gute Übung gewesen, um später auch bei anderen Interessenten sicher die Fragen beantworten zu können. Dabei kam zu einer Diskussion über die Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen im Zusammenhang mit jterms.

Wir planen einige Produkte auf Basis der jterms-Plattform herzustellen und sie übers Internet als Software as a Service zu vertreiben. Die Kosten für die Produkte belaufen sich für den Kunden auf einen niedrigen monatlichen Betrag, es sollen keine Vertragsbindung geben, der Kunde soll jederzeit die Möglichkeit haben von der Nutzung der Produkte abzutreten, ohne dass ihm dabei zusätzliche Kosten entstehen. Diese Vorgehensweise ist auf sehr große Skeptis gestoßen (und das nicht zum ersten Mal, wo ich das erlebe) und deswegen habe ich mir gedacht, ich soll meine Argumente für keine Vertragsbindung und Gegenargumente für lange Vertragslaufzeiten hier darlegen.

Durch keine Vertragsbindung sind die potenziellen Kunden weniger scheu. Sie wissen genau, dass sie jederzeit aufhören können, das Produkt zu nutzen. Sie kommen schneller, können aber auch genau so schnell wieder gehen.

Das ist auch ein Motivationstreiber für uns als Anbieter: denn nur mit dem Produkt zufriedene Kunden sind auch loyal, wir müssen uns stets bemühen besser zu sein und damit die bestehenden Kunden behalten. Bei einer Vertragsbindung dagegen ist oft die Vernachlässigung der Kunden der Fall (darüber kann ich aus eigener Erfahrung aus Kundensicht einiges berichten) und in diese verlockende Falle wollen wir uns nicht begeben.

Die Vertragsbindung hat einen einzigen Vorteil, und den einzig und allein auf der Liquiditätsseite: wenn ein Kunde unter Vertrag ist, dann kann man über die Vertragslaufzeit mit festen Einnahmen rechnen. Dieser Vorteil hebt sich jedoch bei einer großen Anzahl an Kunden mit keiner Vertragsbindung auf, weil die Menge der Kunden inklusive einer normalen Fluktuation es erlaubt stabile Aussagen über die Einnahmen zu treffen.

Passend dazu ein Artikel auf Harvard Business Manager.

Dienstag, 31. März 2009

Veränderung des Businessplans mit der Zeit


Wie lange dauert es, bis der Businessplan soweit fertig ist, dass er auch potenziellen Geldgebern ohne Zweifel vorgelegt werden kann? Bei mir hat die Entwicklung unseres Businessplans knapp ein Jahr in Anspruch genommen. Es ist sicherlich lange Zeit, aber da bin ich mir sicher, dass ich in der Zeit sehr viel lernen konnte.

Im Diagramm oben ist die geplante Umsatzentwicklung bei verschiedenen Planungszeiträumen dargestellt, ohne jetzt konkrete Zahlen zu nennen. Es ist deutlich zu sehen, dass die geplanten Umsätze in der aktuellen Businessplanversion nur einen Bruchteil dessen darstellen, wie es am Anfang gedacht war: Vergleiche Juni 2008 gegen Februar 2009.

Die unteren Linien kommen durch die Zusammenarbeit mit dem Beratungsunternehmen Succeed zu Stande. Die Zusammenarbeit wurde durch die EXIST-Förderung möglich/notwendig. Dabei wurde die Planung kritisch begutachtet, und deutlich nach unten "konservativ-pessimistisch" bewegt. Aus meiner Sicht ist noch viel Luft nach oben vorhanden, aber ich kann auch mit der vorhandenen Planung leben. Schließlich weiß man auch nicht so genau wie sich das ganze in fünf Jahren entwickelt. Die Planung wird laufend angepasst.

Aber dem einen oder dem anderen Kapitalgeber wird diese Aussicht, wie sie aktuell geplant ist, mit Sicherheit nicht "sexy"-genug sein, aber das werden wir ja sehen, da wir uns jetzt aktiv auf die Kapitalsuche (parallel zu unseren Produktentwicklung) begeben.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Businessplan Bewertung von Best Excellence

Nun ist es soweit. Keine sechs Monate sind vergangen (Einsendeschluss war am 30.06), da ist die Bewertung meines Businessplans von Best Excellence bei mir eingegangen. Bin ich zufrieden mit dem Wettbewerb? Ein klares Nein.

Hier sind meine Gründe, um dies zu behaupten:

1) Im Vergleich zu den anderen Wettbewerben, bzw. Businessplan-Bewertungen hat es viel zu lange gedauert. Für insgesamt 20 Bewerbungen sind fast sechs Monate vergangen -- das ist leider unakzeptabel. Warum das so ist (es gibt mit Sicherheit den einen oder den anderen Grund dafür), ist eine andere Frage, aber das Ergebnis ist ja wirklich nicht "konkurenzfähig"

2) Die abgegebene Bewertung und die Argumentation der zwei Juroren ist für mich persönlich nicht nachvollziehbar und bietet keine Optionen, bzw. Ansätze zur Verbesserung. Ein Paar Beispiele:

Abschnitt Executive Summary:
  • Juror 1 gibt insgesamt 60 Punkte (von wieviel möglichen leider nicht ersichtlich) und schreibt gar nichts dazu.
  • Juror 2 gibt 0 (null) Punkte und schreibt "Uninteressant geschrieben" dazu
Abschnitt Produkt und Dienstleistung
  • Juror 1 gibt 0 (null) Punkte und schreibt "das habe ich noch nicht verstanden"
  • Juror 2 gibt 40 Punkte und schreibt "Uninteressant geschrieben"
Abschnitt Marketing und Vertrieb
  • Juror 1 gibt 40 Punkte und schreibt gar nichts dazu
  • Juror 2 gibt 0 (null) Punkte und schreibt "Keine Kompetenz"

So sieht die gesamte Bewertung aus. Wie schon oben erwähnt, diese Bewertung ist nutzlos und im Vergleich mit den anderen wirklich ungenügend. Was ich von einer solchen Bewertung erwarte ist schlicht und einfach Einsatzpunkte und Hinweise, wo und warum der Businessplan verbessert werden sollte. Mit einem leeren Kommentar oder wie "uninteressant geschrieben" kann ich leider gar nichts anfangen. Wenn ich jetzt als Juror die Arbeit dieser zwei Personen bewerten müsste, dann hätte ich geschrieben: "Keine Kompetenz, weil die Bewertung ungenügend und unausführlich genug kommuniziert wurde".

Mein Appel an Best Excellence: Sie können sich noch verbessern. Konkret heißt das: Sie müssen die Bewertungszeit auf höchstens zwei Monate verringern und Sie müssen eine Art Qualitätssicherung der abgegebenen Bewertungen einführen, die zumidest die Abgabe von leeren Kommentaren nicht möglich macht.

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Meine Erfahrungen mit start2grow (1, 2) und gruenderwettbewerb.de (1, 2)

Freitag, 28. November 2008

Eindrücke von der Veranstaltung zum Thema Unternehmensfinanzierung

Es ist schon etwa mehr als eine Woche her, aber erst jetzt habe ich die Zeit, die Eindrücke von der Best Excellence Veranstaltung nieder zu schreiben. Dies mal ging es in der 49. Etage des Commerzbank-Turms um die Möglichkeiten der Unternehmensfinanzierung, sowie Chancen und Herausforderungen, die damit verbunden sind.

Die Veranstaltung war in drei Teilen aufgebaut: Einführung, Foren und Schlussvortrag. Die Foren waren wiederum in drei Themen aufgeteilt:

Bei der Einführung hat der Hessische Wirtschaftsminister, Dr. Alois Riehl, etwas gesagt, was ich bemerkenswert fand: Das Land Hessen vergibt etwa 300 Mio. Euro pro Jahr als Bürgschaften und nur ein Prozent davon geht schief (Einen Beleg dafür, bzw. einen offiziellen Bericht der hessischen Bürgschaftsbank habe ich leider nicht gefunden). Diese Aussage veranschaulicht aber das Engagement Hessens beim Unterstützen der Unternehmen und vermittelt das Gefühl, dass das Land die Wirtschaft wirklich stützt.

Da die nachfolgenden Foren gleichzeitig statt fanden, müsste man sich vorher entscheiden, an welchem man teil nehmen möchte. Ich hatte den Vorteil, nicht alleine dort zu sein und so haben wir uns aufgeteilt und die Themen Business Angels & Venture Capital, sowie öffentliche Förderinstrumente, besucht.

BA & VC Forum

Im BA & VC Forum hat Jörg Bartsch, (Business Angels Frankfurt) in das Thema Business Angels eingeführt und Übersicht über die Arbeit und Rolle eines BAs gegeben. Florian Schweitzer (BrainsToVentures), hat auf mehrere Problemstellen in Falle von Beteiligungen hingewiesen:

  • Ernsthaftigkeit der Beteiligungsfirmen hinterfragen, wenn die zu viele Investments haben, aber nur wenige Kapazitäten, diese zu betreuen

  • Hinweis auf so genannte „Naturaldividende“ bei Zusammenarbeit mit Business Angels, aber auch auf einen erhöhten Abstimmungsaufwand zwischen (zu vielen involvierten) BAs

  • Aufgrund der Wirtschaftskrise müssen die Startups eine kürzere Zeitspanne bis zum Break Even vorweisen, um einen Investor zu gewinnen, als es zum Beispiel vor sechs Monaten der Fall war.

  • Das Führungsteam kann aufgrund des Investordrucks in Teilen, oder auch komplett ausgetauscht werden.

  • Mittlere Dauer bis zum Vertragsabschluss mit einem BA oder VC beträgt etwa fünf Monate.

Danach hat Michael Louis (Gründer und Gesellschafter von MindJet) sein neues Unternehmen Leadpeople vorgestellt und alle drei Redner haben abschließend die Fragen aus dem Publikum beantwortet. Leadpeople gefällt mir persönlich mit Ihrem Konzept, jungen Unternehmen bei vielen Fragestellungen (Marketing, Vertrieb, Finanzierung) erfolgsabhängig und unter Umständen auch beteiligend zu helfen. Besonders gefallen hat mir das Abschlusswort von Michael Louis (sinngemäß): Denkt nicht zu kurzfristig, stellt Exit (Unternehmensverkauf) nicht in den Vordergrund. Man kann auch ein stabiles Unternehmen gründen, der einen gut ernährt ohne einen Börsengang oder Exit. Dazu muss man natürlich das Nachfolge regeln.

Öffentliche Förderinstrumente

Da ich nicht in diesem Forum anwesend war, hier ist die Mitschrift meines Partners, die ich redaktionell etwas abgeändert habe.

Aussagen von Dr. Michael Brandkamp, High-Tech Gründerfonds Management GmbH, die nicht so auf HTG-Webseite zu finden sind:

  • Von den 125 geförderten Unternehmen sind 5 Insolvent. Die Fehler der Unternehmen waren wohl Managementfehler, es wurde das Geld raus gefeuert obwohl die Umsätze noch nicht so gut waren.

  • Es dauert ~ 3 Monate zwischen erster Kontaktaufnahme bis zur Finanzierung

  • HTG hat bestimmte Zustimmungsrechte (z.B. wenn Patente verkauft werden sollen oder große Investitionen getätigt werden sollen).

  • Es wurde unterstrichen, dass es wenig Einfluss genommen wird, es ist mehr ein Coaching was HTG bei seinen Investments leistet.

  • Es wird empfohlen, andere Unternehmen in die ein potenzieller Investor schon investiert hat, zu fragen wie der Investor so ist bzw. ob sie mit dem Investor zufrieden sind/waren.

Nach HTG hat Dr. Rudolf Kriszeleit, Investitionsbank Hessen, über die Fördermöglichkeiten vorgetragen, die das Land Hessen zur Verfügung stellt.

Investitionsbank Hessen (Gegenstück zu KfW auf Landesebene):

  • Bis 300 TEUR

  • 0,2% Zinsverringerung gegenüber der Hausbank

  • Es werden auch Unternehmen/Firmen/Gründer mit schlechtem Rating gefördert, dann jedoch mit höheren Zinsen

Bürgschaftsbank Hessen (BBH):

  • Bis 300 TEUR / 60% des Kredits

  • Bürgschaft wird nach dem Prüfen des Businessplans durch ein Zertifikat gesichert

Zum Schluss hat Steve Gyoerffy, GeckoLogic GmbH ein Paar Tipps aus Sicht des Gründers gegeben:

  • Businessplan muss am Anfang schon fertig/komplett sein, hinterher hat man keine Zeit mehr dafür

  • Im Jahr 2004/2005 gegründet, in 2008 hat GeckoLogic 50 Mio Umsatz

  • Man soll auf Banken und auf Business Angels hören, die haben schon Ahnung. Jedoch soll man auch sein Ding durch ziehen, weil wenn die Anderen ja alles besser wüssten, dann hätten sie die Firma ja vorher schon selbst aufbauen können.

  • GeckoLogic hatte zu Beginn nur die zwei Gründer, inzwischen sind mehrere Investoren beteiligt

  • Private Equity soll man vorab sehr gut kennen lernen!

  • Die Investitionsverträge/Beteiligungsverträge von einem spezialisierten Anwalt erstellen lassen, diese Anwälte sind zwar teur aber dann sind die Verträge auch gut

Fazit

Zusammenfassend: eine sehr gelungene Veranstaltung von Best Excellence, wodurch ich mehrere Impulse erfahren habe und ein Paar Persönlichkeiten kennen gelernt habe, die mir auch als lebende Vorbilder dienen können.

Das Thema der Überprüfung der Kapitalgeber (aus Sicht der Unternehmer) wird an mehreren Stellen hervorgehoben, was auch meine eigene Überlegungen bestätigt.



Montag, 8. September 2008

Bewertung von start2grow, Phase 2

Fast ein Monat ist seit meinem letzten Blog-Eintrag vergangen. In diesem Monat hat bei mir und meinem Vorhaben nicht allzuviel Bewegendes geschehen: ich habe an der Online-Stellung der Demo-Anwendung gearbeitet. Sie ist schon bereit dazu und ich werde in folgenden Beiträgen etwas mehr darüber berichten. Diesen Beitrag möchte ich jedoch der Bewertung meines Businessplans durch start2grow-IT-Gründungswettbewerb, Phase 2, widmen.

Die erste Bewertung meines Businessplans war ja für mich nicht besonders zufriedenstellend: mein Businessplan war von nur einer Person begutachtet worden, leider mit dem Ergebnis, dass es für mich dabei nicht viel Nutzen eingebracht hat. Nicht desto trotz habe ich meinen Plan, der ja ständig in der Veränderung ist, zur Phase 2 eingeschickt, mit der Hoffnung, dass es diesmal von mehr als einer Person bewertet wird und dass ich viel mehr Nützliches aus der Bewertung herauslesen kann.

Dieses Mal wurde es von zwei Personen bewertet, und diese Bewertungen polarisieren: Die eine ist total skeptisch, destruktiv kritisch und vernichtend, die zweite ist sachlich, konstruktiv und Wert schaffend:)))

Hier mal die Ausschnitte aus diesen Bewertungen, deren Gegensätze in der Formulierung des gleichen Sachverhalts mich so faszinieren (in Originalschreibweise der Autoren):
1: Executive Summary
"Das Executive Summary bleibt unkonkret und an der Oberfläche. Wesentliche und detaillierte Beschreibungen zum aufzubauenden Unternehmen werden nicht gegeben. Bereits hier hat der Leser den Eindruck, das das Team spekulativ herangeht."
"Zusammenfassung etwas detailliert anfertigen und für IT-Laien schreiben. Tipp: Legen Sie den Businessplan Freunden, Bekannten oder verwandten vor, die nichts vom Thema verstehen. Ein Banker muss sich auch hier hineindenken können."
2: Unternehmensziele und -profil
"Die Unternehmensziele und das eigentliche Profil werden versucht zu kennzeichen. Hier wird angeraten eine neue grundlegende Definition und Darstellung zu erarbeiten, die geeignet ist, den Leser mitzunehmen. Bisher ergibt sich der Eindruck der Oberflächlichkeit bei der Erarbeitung."
"Unternehmensziele sollen wie in der Realisierungsplanung auch mit zeitlichen Horizont versehen werden."
3 Marketing:
"Eine konkrete Marketingstrategie und entsprechende Mittel und Methoden werden nicht erkennbar."
"Es ist unbedingt ein Marketingplan zu erstellen un eine Fachkraft fürs Marketing einzustellen."
4 Realisierungsplanung
"Die Realisierungsplanung zur Gründung erscheint im gegenwärtigen Zeitpunkt als unzureichend und nicht zielführend."
"sehr gute Darstellung."
5 Fünf-Jahres-Planung
"Die vorgestellte Planung erscheint spekulativ und sollte nach Neudefinition der Ziele nach den Grundsätzen kaufmännischer Planung neu erarbeitet werden."
"Darstellung noch ausbaufähig vor allem im Vertriebs- und Marketingbereich!"
6 Finanzbedarf
"Vergleiche Planung"
"gute Darstellung und Auswahl über KfW. Angabe von vorhandenen Sicherheiten fehlt!"
Ich habe hier einige wenige Ausführungen ausgelassen, jedoch damit was hier steht kann man ein "Ratespiel" spielen: welchen Beruf übt der jeweilige Gutachter aus?

Nun, ich habe versucht mich im Web zu erkundigen: der erste, skeptische und destruktive Gutachter ist wohl aus dem Controlling und lässt mich erahnen, dass er eher handfeste, vorhandene, "nicht spekulative" Daten und Referenzen erwartet, die meiner Ansicht nach bei einer Neugründung nicht immer gegeben sind. (Was macht er denn bei einem Gründungswettbewerb?)

Der zweite ist ein Gründungsberater und hat auch als solcher mein Plan bewertet. Durchaus kritisch, aber durch seine Erfahrung und tägliche Arbeit mit den Gründern, für mich zumindest, Wert schaffend.

Die erste Person wäre mit Sicherheit die, mit der ich nie zusammen arbeiten würde/wollte;)

Donnerstag, 14. August 2008

Geschäftsidee ist nur ein Multiplikator ihrer Realisierung

Coole Sichtweise auf die Bewertung einer Geschäftsidee für ein Startup, auf die ich erst heute aufmerksam wurde. Es wird dort die These aufgestellt, dass eine Idee nur ein Multiplikator für deren Realisierung ist. Die Idee kostet nichts, Millionen kann die Realisierung wert sein.

Furchtbare Idee -1
Schwache Idee 1
Mäßige Idee 5
Gute Idee 10
Großartige Idee 15
Brilliante Idee 20

Keine Realisierung $1
Schwache Realisierung $1000
Mäßige Realisierung $10.000
Gute Realisierung $100.000
Großartige Realisierung $1.000.000
Brilliante Realisierung $10.000.000

Demnach ist die brilliante Idee ohne Realisierung nur $20 wert. Und die brilliante Idee zusammen mit einer großartigen Realisierung $20.000.000 :)

Daher sind die Ideen an sich uninteressant. Sie sind erst dann interessant, wenn die Realisierung erfolgt ist:)

Bleibt nur die Frage, nach welchen Kriterien die Ideen und die Realisierungen in die jeweilige Kategorie zugeordnet werden...

via habrahabr.ru

Dienstag, 12. August 2008

Bewertung von Gründerwettbewerb.de

Letzte Woche bekam ich die Bewertung meiner Geschäftsideenskizze durch den Gründerwettbewerb.de. Ich habe die Veranstallter angeschrieben und darauf folgend mit einem der Gutachter telefoniert. Er hat mir einige Impulse gegeben, wie ich konkret mein Businessplan verbessern kann, zwischen seiner Expertise und der von start2grow liegen Welten. Seine konstruktiven Erläuterungen sind in den Bereichen:
  • Stärkere Hervorhebung im Unterschied zu den Wettbewerbern
  • Ausführlichere technische Darstellung der Plattform und der Prozesse, die zum Entwickeln eines neuen jterms-basierten Systems notwendig sind
  • Konkrete Beispiele zur Anwendung darstellen
Außerdem wurden mir zwei Wettbewerder aus dem MDA-Umfeld genannt: IntegraNova und Otris Software. Somit habe ich nun wichtige Informationen, die zur Verbesserung meines Businessplans beitragen. Vielen Dank also an gründerwettbewerb.de

Mittwoch, 6. August 2008

Geschäftsidee

Nach dem vielen Text, was ich bereits veröffentlicht habe, habe ich eben gemerkt, dass meine Geschäftsidee nicht wirklich klar vorgestellt wurde. Stattdessen habe ich über die Technik (hier und da) und Kundenvorteile gesprochen.

Die Geschäftsidee des zukünftigen Unternehmens ist die Entwicklung und das Vertrieb von Softwarelösungen für Unternehmenskunden. Die Idee soll auf zwei Wegen realisiert werden: Entwicklung und Vertrieb von Individuallösungen für Mittelstands- und Großunternehmen, sowie Entwicklung und Vertrieb von Standardsoftware auf Mietbasis (Software as a Service, SaaS) für Kleinst- und Kleinunternehmen. Die Basis für das gesamte Vorhaben ist die von mir entwickelte Plattform, die den Software-Erstellungszyklus signifikant verkürzt und somit wesentlich günstiger macht, als es heute in der Softwareindustrie üblich ist.

Dienstag, 5. August 2008

Die Welt der Wettbewerbe, die zweite

So langsam kommen weitere Bewertungen meines Businessplans zu mir. Nach start2grow ist es dieses Mal das Gründerwettbewerb des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Das Ergebnis ist auch dieses Mal ernüchternd. Hier die Bewertung, die aus Kategorie, Bewertung und maximal erreichbaren Punkten besteht:

Kategorie

Bewertung

Maximal erreichbar

Gründer/Präsentation der Idee

1,5

3,0

Markt/Marketing/Vertrieb

1,2

3,6

Idee

2,63

4,2

Machbarkeit

0,45

1,2

Summe

5,78

12


In jeder Kategorie etwa die Hälfte des Möglichen habe ich erreicht. Besonders gefällt mir die Kategorie Machbarkeit, die mit weniger als die Hälfte der möglichen Punkte bewertet wurde. Da fühle ich mich sehr geehrt:)

Die Idee scheint wohl auch nicht angekommen zu sein, obwohl es in dem Bereich, in den ich mich hinein Bewegen möchte, sehr viele Chansen und Potenzial vorhanden ist. Ich vermute, dass es zu viele Gründer auf dieses Thema stürzen und deswegen es nicht wirklich zündet bei den Gutachtern. Vielleicht liegt es auch in der Darstellung.

Spass bei Seite: ich muss wohl noch am Konzept feilen. Habe die Veranstalter angeschrieben, und hoffe dass ich etwas genauer über die Bewertung erfahren kann.

Dienstag, 29. Juli 2008

Allgemeine Kundenvorteile und -Nutzen

Als Zielkunden werden ausschließlich Unternehmenskunden und öffentliche Einrichtungen jeder Größe branchenübergreifend anvisiert. An dieser Stelle kann ich in Moment keine weitere Spezialisierung angeben, da die jterms-Plattform generell eingesetzt werden kann und die meisten heutigen Anwendungsfälle unterstützen kann. Weitere Differenzierung der Kunden kann jedoch bei einem spezifischen Produkt auf der jterms-Basis vorgenommen werden. Mehrere Produkte sind bereits angedacht, werden jedoch zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt.

Die anvisierten Zielgruppen weisen jedoch Bedürfnisse auf, die zum größten Teil allein von der Kundengröße abhängig sind. Die Gegenüberstellung von Zielgruppen und deren – generellen – Bedürfnisse an die eingesetzten Informationssysteme stelle ich im Folgenden als Übersicht dar:

Zielgruppe

Bedürfnisse

Einzelunternehmer

  • Günstige und stabile Informationssysteme, geschäftsfeld-spezifisch und branchenübergreifend (z.B. Unternehmenssteuerung, Auftrags- und Projektmanagement usw.)

  • Verringerung des Aufwands für Installation, Wartung und Datensicherung.

  • Datenexport und Kompatibilität

  • Sicherheit

  • Kurze Reaktionszeiten im Support

Kleinunternehmen

  • Wie bei Einzelunternehmer

  • Informationssysteme sollen flexibel anpassbar sein

Mittelständische Unternehmen

  • Wie bei Kleinunternehmen

  • Stabile, Themenbereich-spezifische, flexibel anpassbare, integrierbare, wartbare und qualitativ hochwertige Individuallösungen

Großunternehmen

  • Stabile, Themenbereich-spezifische, flexibel anpassbare, integrierbare, wartbare und qualitativ hochwertige Individuallösungen


Basierend auf der jterms-Plattform können Informationssysteme kostengünstig, qualitativ hochwertig und in relativ kurzer Zeit erstellt werden, mit denen die Kundenbedürfnisse befriedigt werden können:

  • Bei der Herstellung von Individuallösungen wird der Software-Erstellungszyklus signifikant verringert. Zusätzlich wird durch einen hohen Wiederverwendungsgrad von Komponenten der jterms-Plattform hohe Qualität der Lösung erreicht.


  • Dank der verwendeten Technologie werden keine besonderen Anforderungen bezüglich der Datenbank und des Laufzeitsystems gestellt: die jterms-basierten Informationssysteme können sowohl im Server-Betrieb mit mehreren Nutzern, als auch als Einzelplatz-Anwendung betrieben werden. Ferner sind keine weiteren Investitionen notwendig, wenn bereits ein Datenbanksystem, bzw. ein Laufzeitsystem im Einsatz ist: Die jterms-Anwendung kann in die vorhandene Infrastruktur integriert werden.


  • Durch das Hosting von „massentauglichen“ Informationssystemen bei jterms können den Kleinst- und Kleinunternehmen Datenverwaltungsaufgaben (Sicherung und Wiederherstellung), sowie Installations- und Wartungsaufgaben abgenommen werden.

Um den beschriebenen Nutzen für die Zielgruppen vollständig realisieren zu können sind noch zahlreiche Entwicklungsarbeiten an der jterms-Plattform, sowie Infrastruktur-Aufbauarbeiten nötig. Die jterms-Plattform soll noch um notwendige Funktionalitäten wie z.B. Integrationsfähigkeit, Prozessmanagement und Informationssuche erweitert werden. Die für SaaS notwendige und ausfallsichere Infrastruktur soll nach der Gründung Schritt für Schritt aufgebaut werden.

Die Welt der Wettbewerbe

Gestern ging die erste Phase des start2grow-IT-Gründerwettbewerbs zu Ende: es wurden die zehn besten Businesspläne, von insgesamt 54 eingereichten, mit 2.500 € prämiert. Meines war leider nicht unter den Siegern. Erstaunlich für mich ist es, dass unter diesen zehn bereits fünf schon etwas länger gegründet haben[1] und laut ihrer Selbstdarstellung bereits Kunden haben. Weiterhin komisch ist, dass von diesen zehn nur zwei aus meiner Sicht unmittelbar was mit IT zu tun haben: Edicore und Ubigrate. Andere konzentrieren sich aufs Shoppen (2), Musik/Audio (3) und, wie in meiner früheren Firma es benannt wurde, "weitere Märkte" (3)[2].

Alles zusammen macht mich dieses Ergebnis ein wenig traurig (nicht dass ich nicht gewonnen habe, ich hatte andere Gründe an dem Wettbewerb teilzunehmen; dazu aber später) und die Qualität des Wettbewerbs lässt aus meiner Sicht zu wünschen übrig. Wie komme ich zu dieser Aussage?
  • Das Ergebnis zeigt, dass die meisten prämierten Geschäftsideen nicht direkt dem IT-Schwerpunkt entsprechen. Alle Unternehmen setzen heutzutage IT ein, ob ein Online-Shop und seine Geschäftsidee den Schwerpunkt in IT hat? Das glaube ich nicht.
  • Start2grow wird bundesweit ausgeschrieben, wirbt mit einem breiten Coaching/Mentoren- und Gründernetzwerk, welches den Teilnehmern generell zur Verfügung steht. Nun, stehen diese tolle Möglichkeiten zu einem wesentlichen Teil nur im Raum Dortmund zur Verfügung. Wer also von außerhalb am Wettbewerb teilnehmen will, muss sich seine Coaches und Mentoren selber suchen (oder ständig nach Dortmund fahren). In meinem Fall war die Menge der potentiellen Ansprechpartner sehr dünn gewesen: start2grow-Netzwerk außerhalb Dortmunds und im speziellen im Rhein-Main-Gebiet ist wirklich mit fünf Personen überschaubar.
  • Im Falle eines Gewinns steht dem Gewinner der zweiten Phase erst dann die volle Summe (30.000 €) wenn das Unternehmen in Dortmund gegründet wurde/wird. Sonst die Hälfte.
  • Und nun entscheidender Faktor, wegen dem ich an dem Wettbewerb teil genommen habe. Start2grow wirbt mit einem umfassenden Gutachten der eingesandten Businesspläne, damit man die Schwächen erkennen kann und den Businessplan auch verbessern kann.

    Man schickt vier vollständige Businesspläne und zehn Ausdrucke der Executive Summary an start2grow. Die Businesspläne "sollen" von mehreren Gutachtern begutachtet werden, die Executive Summaries sollen von den mehreren Investoren angesehen werden. Der Erfasser soll dann die Begutachtungsergebnisse zusammen mit den Investoreneindrücken bekommen und was damit anfangen können.

    In meinem speziellen Fall, war der Businessplan nur von einem Gutachter angesehen worden, dessen Ausführungen und Kommentare nicht wirklich zur Verbesserung des BP beitragen: weil er leider zu schwammig in seinen Ausführungen ist und nicht konkret wird. Von den Eindrücken meiner Executive Summary habe ich noch nichts gehört.

    Auf die Anfrage bei start2grow hies es, dass ich Pech gehabt habe, da die anderen Gutachter mein BP aus verschiedensten Gründen nicht begutachten konnten.
Wegen dem letzten Punkt, war meine Teilname an start2grow ein Flop. Trotzdem habe ich dank start2grow einen, aus meiner Sicht, einigermaßen schlüssigen Businessplan überwiegend im Alleingang erstellen können.

Bleibt zu hoffen, dass ich hier: http://www.best-rhein-main.de/, http://www.enable2start.de/, und http://www.h-da.de/karriere-weiterbildung/career-center/der-gruenderpreis/index.htm, einen besseren und qualifizierteren Feedback erhalte.

[1] Liste der Unternehmen, die bereits existieren
MeinKartenSpiel.de
Parsolve.de
Justaloud.com
Scholarz.net
Ubigrate.com

[2] Ich möchte hier keinen "diskrimenieren", die Geschäftsideen an sich sind völlig ok.

P.S.
Ubigrate hat einen sehr interessanten Blog