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Dienstag, 29. September 2009

Eindrücke von CloudCamp in Frankfurt, 28.09.09

Gestern waren wir auf dem CloudCamp in Frankfurt gewesen. Alles in einem fand ich die Veranstaltung gelungen, das einzig negative, was mich persönlich gestört hat, war allzu dicke Luft und sehr schmale und unbequeme Sitze. Die Veranstaltung wurde im Deutschen Filmmuseum durchgeführt und aufgrund der Raumgestaltung dort sehr ungewöhnlich. Z.B. der Vortragsraum war in der L-Form, wobei die Redner im unteren linken Eck standen und die Präsentationen auf beiden Wänden projiziert wurden. Das hat in meinen Augen in das Konzept einer "Unkonferenz" sehr gut gepasst.

Weiterhin fand ich sehr schade, dass einige im Programm aufgeführte Vorträge ausgefallen sind. Zum Beispiel das, was mich am meisten interessiert hat war das Thema "Rechtliche Anforderungen an Clouds" und wurde nicht vorgetragen. Über die Hälfte der statt gefundenen Vorträge waren eine Art "Verkaufsvortrag", was mich persönlich nicht weiter gestört hat. Sehr beeindruckend fand ich ein Screencast von A-Server, wie man eine virtuelle Infrastruktur per Drag-n-Drop definiert und startet.

Zum Teil fand ich das Format der Präsentation bei einigen Redner lustig: einige Folien waren in Deutsch, vorgetragen wurde aber in Englisch. Am stärksten waren meiner Meinung nach Vorträge, die um die Sicherheitsfragen des Cloud Computings gingen, z.B. das Thema Identity & Access Management, aber auch interessante Angriffsmöglichkeiten auf die Infrastrukturen in Clouds (hier lag der Schwerpunkt hauptsächlich bei Amazons EC2) wurden vorgestellt.

Die LiSoG hat eine "Open Cloud Computing Initiative" vorgestellt, so wie ich es verstanden habe, mit dem Ziel, eine Zertifizierung der Cloud-Anbieter durchzuführen, damit die Kunden einfacher wechseln können. In wie weit das von dem Ansatz von Delta Cloud (initiert von Red Hat) unterscheidet, oder ob sie das in ihren "Open Cloud Stack" integrieren, habe ich nicht ganz verstanden (hoffe auf Bereitstellung der Folien, um dort nach zu schauen)...

Im anschließendem "Unpanel" ging es hauptsächlich um die Frage "Public vs. Private Cloud" und der These, dass man die Bereitstellung des Service, ähnlich wie die Kilowattstunde im Elektrizitätsbereich auf eine Einheit (Rechenzeit? Speicher? Anzahl Prozessoren? nicht ganz verstanden...) standartisieren und mehr regulieren soll, um die Sicherheitsfragen vernünftig beantworten zu können. Ständig hat man Beispiele und Vergleiche mit der Elektrizität gehört und der Aussage, dass "früher jedes Werk ein eigenes Kraftwerk hatte und heute wird Elektrizität zentral produziert", wobei da wiederum einen Hinweis gab, dass wir heute auch einen anderen Trend haben, zum "Unabhängig-werden der Haushalte mit Solaranlagen und anderen Geräten, die in privaten Haushalten Strom erzeugen". Ich persönlich fand also die Diskussion sehr spannend, aber zum Teil auch sinnlos, da man in Prinzip nichts pauschalisieren kann, und mit "es kommt drauf an" beantworten kann.

Fazit: Veranstaltung gelungen, dass auch Leute aus Australien (Sam Johnston, Open Cloud Initiative), USA (Uri Budnik, Rightscale) und England (Simon Wardley, Canonical) da waren, hat mich auch beeindruckt.

UPD. Weitere Berichte im Netz:

Mittwoch, 8. April 2009

Java in Google's App Engine

Seit gestern ist es ernst: Google's App Engine versteht nun Java, aber auch andere Sprachen für die Java Virtual Machine, wie Groovy, Scala und JRuby. Es gibt auch ein Plugin für Eclipse der Entwicklung für App Engine und Google Web Toolkit unterstützt.

Schön ist, dass man seine Daten transparent mit Hilfe der Java Persistence API in Google' BigTable ablegen kann, und sich keine Gedanken über die Skalierung machen muss. Hier eine Übersicht über die verfügbaren Services, die die App Engine in der Java-Welt anbietet.



Mittwoch, 1. April 2009

Cloud Computing-Angebote für Java-Anwendungen

Da ich in den letzten Tagen zufällig in verschiedenen Blogs und Nachrichtenseiten mehrere, für mich neue speziell auf Java ausgerichtete Angebote auf Cloud Computing-Basis gesichtet habe, möchte ich sie auch hier, auch als zukünftige Gedächtnisstütze festhalten:

  • Mor.ph: Platform as a Service (PaaS) für PHP, RoR und Java, mit kostenfreien Basisaccount
  • Stax: PaaS für Java, mit kostenfreien Basisaccount
  • Google AppEngine: Da mehren sich Gerüchte, dass demnächst AppEngine, die in Moment ausschließlich für Python-Anwendungen geeignet ist, auf Java erweitert wird.

Morph und Stax nutzen selbst im Hintergrund die Amazons EC2-Infrastruktur

Freitag, 6. März 2009

Eindrücke vom Startup Camp

Wie angekündigt, waren wir beim Startup Camp in Köln gewesen. Insgesamt, trotzt der sehr starken Web 2.0-Lastigkeit, hat sich die Teilnahme aus meiner Sicht gelohnt. Wir haben gesehen, was momentan in der Szene bewegt wird, haben sehr viele Startups gesehen (ein Paar Videos kann man auf www.tiburon-tv.com anschauen) und mit einigen Leuten gesprochen. Die Atmosphäre war wirklich toll gewesen und vom Optimismus geprägt. Von der Krise hat man hier eigentlich nicht viel gemerkt. Durch das Sun Sponsoring war die Veranstaltung natürlich sehr Sun geprägt (sie wollen unbedingt, dass die nächsten Google's und Facebook's auf Sun-Technologie durchstarten und wachsen), dies hat aber aus meiner Sicht gar nicht geschadet, sondern auch viel mehr zur optimistischen Einstellung beigetragen.

Was mir bei der Veranstaltung gefallen hat:

  • Organisation von Gründergesprächen und Workshops: Die Idee, dass man direkt in kleinen Runden mit konkreten und lebendigen erfahrenen Gründern sprechen kann, ist natürlich toll. Die Umsetzung war auch gut gewesen: eine Stunde Zeit pro Gespräch ist genug, um einiges fragen zu können, aber auch Erfahrungen auszutauschen. Hier war ich auch bestätigt, dass die Businessplan-Wettbewerbe im Punkto konstruktiver Verbesserungsvorschläge eher nichts nützen.
  • Workshop von Stefan Schneider zum Thema "Skalierung von Web-Unternehmen": hat (trotz "Dauerwerbesendung" zum Sunsschen Startup Programm) sehr viele Impulse gegeben, denen wir bei jterms bzgl. unserer Skalierfähigkeit auch nachgehen werden. Am Schluss des Workhsops hat der Stefan noch eine kleine Ankündigung gegeben, als es zum Thema "Server kaufen vs. Cloud Computing" in der Fragerunde kam: Sun wird demnächst eine eigene Cloud Infrastruktur anbieten. Dies freut mich natürlich, und lässt hoffen, dass wir mit Sun vielleicht in Zukunft zusammen arbeiten werden. Schließlich sind wir auch sehr Sun-lästig...
  • Präsentationen der Startups: Es war sehr spannend, man hat wirklich alle Art von Präsentationen gesehen: lustige, angeberische, überzeugende und weniger überzeugende uvm.

Was ich etwas anders haben würde:

  • Der Zeitrahmen für Gründergespräche und Workshops hätte ich gerne etwas länger gesehen. Ich meine damit, dass ich gerne in mehr als ein Gespräch und Workshop gehen würde. Vielleicht sollten die Veranstalter nicht zwei, sondern vier Stunden mit evtl. doppelt soviel "Rednern" organisieren?

Am sonsten war es wirklich toll gewesen, und wer weiß, vielleicht sind wir nächstes Jahr wieder da und präsentieren?

P.S. (UPD)

Ich habe mal ein wenig wegen dem neuen Cloud-Angebot von Sun recherchiert und bin über www.serverwolken.de und seinen Betreiber (er war auch dabei auf dem Camp und wurde von Suns Mitarbeitern als Partner-Startup gelobt, das Blog verfolge ich seit ein Paar Wochen) Philipp Strube in Xing auf CloudControl UG (haftungsbeschränkt) gestoßen...

Wie der Phillip selbst sagt, hat CloudControl, außer der Mitgliedschaft im Startup-Programm, mit Sun nichts zu tun. Das Umfeld um das Cloud Computing wird also noch spannender:)


P.P.S.

Hier noch einige andere Berichte zum Thema:

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Cloud Computing in den Medien, 10gen

Im Bereich des Cloud Computing scheint mächtig was los zu sein. Gleichzeiting in mehreren Medien wird über Neuigkeiten auf diesem Gebiet berichtet. Zum Beispiel auf Heise, Computerwoche oder Netzwertig.

Im Bericht von Computerwoche wurden ein Paar Ansätze diskutiert und sogar eine unter Open Source stehende Lösung von 10gen erwähnt. Für mich ist es interessant, wie man eine leicht skalierbare und dynamische IT-Infrastruktur aufbaut, die an die Bedürfnisse unproblematisch angepasst werden kann.

Wie die Server einfach erstellt und benutzt werden können, habe ich bei Amazon Elastic Cloud, dank ElasticFox kennen gelernt. Das gleiche bietet auch GoGrid an, jedoch wesentlich komfortabler.

Die Problematik mit der Entscheidung über die eigenliche System-Architektur wird dabei leider nicht abgenommen. Genau hier setzt 10gen an: sie haben mit ihrem Ansatz diese Problematik indem gedämpft, in dem sie einen Stack entwickelt haben, der die System-Architektur vorgibt. Man installiert/deployed seine Anwendung im Application Server und sieht zu, dass es ausreichend Hardware da ist (Wenn man eigene Infrastruktur aufbauen will). Der 10gen Stack macht Load Balancing, verteilt die Datenbankdaten und verwaltet sich selbt. So zusagen Google App Engine für Jedermann.

Da 10gen einen Application Server hat, der eigentlich für JavaScript-basierenden Anwendungen gedacht ist und unter Java Virtual Machine läuft (JavaScript wird dann ins Java-Bytecode übersetzt), bleibt für mich die Frage, ob auch normale Java-basierte Web-Anwendungen dort lauffähig sind.

Ich werde auf jeden Fall weiter verfolgen, was bei 10gen noch passiert.

Dienstag, 5. August 2008

Cloud Computing und SaaS

Auf netzwertig habe ich wieder einen Artikel gelesen, welches auch indirekt das Thema meines Gründungsvorhabens behandelt. Und zwar geht es dort um das Cloud Computing, einen Begriff, der mir bis jetzt schon ab und zu begegnet ist, den ich aber noch nicht so ganz verstanden habe. Ersetzt es jetzt den Grid Computing, baut es auf Plattform und Software as a Service auf? Fragen über fragen, die nur die Buzzword-Vordenker beantworten können, da Wikipedia es leider nicht ausreichend tut.

Wenn ich jetzt eine Rechnungs- Projektmanagement-, Unternehmenssteuerungsoftware als SaaS bei einem bestimmten Anbieter miete, ist es schon Cloud oder nur SaaS? Wenn ich die Möglichkeit habe die gemietete Software selbst anzupassen, zu erweitern oder gar etwas eigenes zu entwickeln, ist es nur PSaaS oder bereits Cloud? Oder wenn ich Projektmanagement bei einem Anbieter miete und Unternehmenssteuerung bei einem anderen, ist das vielleicht ein Cloud? Naja, der Sinn wird mir mit Sicherheit mit der Zeit erschließen, genau so wie es mit Service-orientierten Architekturen auch war.

Nicht desto trotz wird im Artikel von Marcel Weiss auf das Potenzial dieser Themen, die wohl unter diesem neuen Begriff zusammengefasst sind, wieder hingewiesen, was mich erfreut und wieder Bestätigung. Der Markt für SaaS ist da und ist noch lange nicht gesättigt.

Für mich bedeutet es eigentlich, dass ich schnellstmöglich in diesen Markt einsteigen soll. Das Problem sind jedoch erhebliche Investitionskosten, die für den Aufbau einer dafür notwendiger und ausreichender Infrastruktur benötigt werden. In Moment glaube ich, dass das Individuallösungsgeschäft als "Sprungbrett" benutzt werden könnte, um die Investitionen günstig zu finden und auch Erfahrung mit jterms als Plattform im "Feld" zu sammeln. Auch mit einer entstehenden Online-Demo möchte ich zu meinem Ziel etwas näher kommen.

P.S. als ich das Wort Cloud schreiben wollte, habe ich mich vertippt und Cloudo geschrieben. Es fiel mir sofort auf, dass das als Firmen, oder Dienst-Name gut klingt. Habe im Browser cloudo.com eingegeben, und was für ein Zufall!, -- es gibt einen Wettbewerber mit, wie es sich gehört, Blog und einer Guided Tour mehr:) Sieht auf den ersten Blick gut aus, nur der Mickey Maus als Logo stört mich ein wenig...:) Sie virtualisieren sozusagen den kompletten Desktop und machen es per Web-Browser von überall zugreifbar.