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Dienstag, 9. Dezember 2008

Businessplan Bewertung von Best Excellence

Nun ist es soweit. Keine sechs Monate sind vergangen (Einsendeschluss war am 30.06), da ist die Bewertung meines Businessplans von Best Excellence bei mir eingegangen. Bin ich zufrieden mit dem Wettbewerb? Ein klares Nein.

Hier sind meine Gründe, um dies zu behaupten:

1) Im Vergleich zu den anderen Wettbewerben, bzw. Businessplan-Bewertungen hat es viel zu lange gedauert. Für insgesamt 20 Bewerbungen sind fast sechs Monate vergangen -- das ist leider unakzeptabel. Warum das so ist (es gibt mit Sicherheit den einen oder den anderen Grund dafür), ist eine andere Frage, aber das Ergebnis ist ja wirklich nicht "konkurenzfähig"

2) Die abgegebene Bewertung und die Argumentation der zwei Juroren ist für mich persönlich nicht nachvollziehbar und bietet keine Optionen, bzw. Ansätze zur Verbesserung. Ein Paar Beispiele:

Abschnitt Executive Summary:
  • Juror 1 gibt insgesamt 60 Punkte (von wieviel möglichen leider nicht ersichtlich) und schreibt gar nichts dazu.
  • Juror 2 gibt 0 (null) Punkte und schreibt "Uninteressant geschrieben" dazu
Abschnitt Produkt und Dienstleistung
  • Juror 1 gibt 0 (null) Punkte und schreibt "das habe ich noch nicht verstanden"
  • Juror 2 gibt 40 Punkte und schreibt "Uninteressant geschrieben"
Abschnitt Marketing und Vertrieb
  • Juror 1 gibt 40 Punkte und schreibt gar nichts dazu
  • Juror 2 gibt 0 (null) Punkte und schreibt "Keine Kompetenz"

So sieht die gesamte Bewertung aus. Wie schon oben erwähnt, diese Bewertung ist nutzlos und im Vergleich mit den anderen wirklich ungenügend. Was ich von einer solchen Bewertung erwarte ist schlicht und einfach Einsatzpunkte und Hinweise, wo und warum der Businessplan verbessert werden sollte. Mit einem leeren Kommentar oder wie "uninteressant geschrieben" kann ich leider gar nichts anfangen. Wenn ich jetzt als Juror die Arbeit dieser zwei Personen bewerten müsste, dann hätte ich geschrieben: "Keine Kompetenz, weil die Bewertung ungenügend und unausführlich genug kommuniziert wurde".

Mein Appel an Best Excellence: Sie können sich noch verbessern. Konkret heißt das: Sie müssen die Bewertungszeit auf höchstens zwei Monate verringern und Sie müssen eine Art Qualitätssicherung der abgegebenen Bewertungen einführen, die zumidest die Abgabe von leeren Kommentaren nicht möglich macht.

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Meine Erfahrungen mit start2grow (1, 2) und gruenderwettbewerb.de (1, 2)

Montag, 8. September 2008

Bewertung von start2grow, Phase 2

Fast ein Monat ist seit meinem letzten Blog-Eintrag vergangen. In diesem Monat hat bei mir und meinem Vorhaben nicht allzuviel Bewegendes geschehen: ich habe an der Online-Stellung der Demo-Anwendung gearbeitet. Sie ist schon bereit dazu und ich werde in folgenden Beiträgen etwas mehr darüber berichten. Diesen Beitrag möchte ich jedoch der Bewertung meines Businessplans durch start2grow-IT-Gründungswettbewerb, Phase 2, widmen.

Die erste Bewertung meines Businessplans war ja für mich nicht besonders zufriedenstellend: mein Businessplan war von nur einer Person begutachtet worden, leider mit dem Ergebnis, dass es für mich dabei nicht viel Nutzen eingebracht hat. Nicht desto trotz habe ich meinen Plan, der ja ständig in der Veränderung ist, zur Phase 2 eingeschickt, mit der Hoffnung, dass es diesmal von mehr als einer Person bewertet wird und dass ich viel mehr Nützliches aus der Bewertung herauslesen kann.

Dieses Mal wurde es von zwei Personen bewertet, und diese Bewertungen polarisieren: Die eine ist total skeptisch, destruktiv kritisch und vernichtend, die zweite ist sachlich, konstruktiv und Wert schaffend:)))

Hier mal die Ausschnitte aus diesen Bewertungen, deren Gegensätze in der Formulierung des gleichen Sachverhalts mich so faszinieren (in Originalschreibweise der Autoren):
1: Executive Summary
"Das Executive Summary bleibt unkonkret und an der Oberfläche. Wesentliche und detaillierte Beschreibungen zum aufzubauenden Unternehmen werden nicht gegeben. Bereits hier hat der Leser den Eindruck, das das Team spekulativ herangeht."
"Zusammenfassung etwas detailliert anfertigen und für IT-Laien schreiben. Tipp: Legen Sie den Businessplan Freunden, Bekannten oder verwandten vor, die nichts vom Thema verstehen. Ein Banker muss sich auch hier hineindenken können."
2: Unternehmensziele und -profil
"Die Unternehmensziele und das eigentliche Profil werden versucht zu kennzeichen. Hier wird angeraten eine neue grundlegende Definition und Darstellung zu erarbeiten, die geeignet ist, den Leser mitzunehmen. Bisher ergibt sich der Eindruck der Oberflächlichkeit bei der Erarbeitung."
"Unternehmensziele sollen wie in der Realisierungsplanung auch mit zeitlichen Horizont versehen werden."
3 Marketing:
"Eine konkrete Marketingstrategie und entsprechende Mittel und Methoden werden nicht erkennbar."
"Es ist unbedingt ein Marketingplan zu erstellen un eine Fachkraft fürs Marketing einzustellen."
4 Realisierungsplanung
"Die Realisierungsplanung zur Gründung erscheint im gegenwärtigen Zeitpunkt als unzureichend und nicht zielführend."
"sehr gute Darstellung."
5 Fünf-Jahres-Planung
"Die vorgestellte Planung erscheint spekulativ und sollte nach Neudefinition der Ziele nach den Grundsätzen kaufmännischer Planung neu erarbeitet werden."
"Darstellung noch ausbaufähig vor allem im Vertriebs- und Marketingbereich!"
6 Finanzbedarf
"Vergleiche Planung"
"gute Darstellung und Auswahl über KfW. Angabe von vorhandenen Sicherheiten fehlt!"
Ich habe hier einige wenige Ausführungen ausgelassen, jedoch damit was hier steht kann man ein "Ratespiel" spielen: welchen Beruf übt der jeweilige Gutachter aus?

Nun, ich habe versucht mich im Web zu erkundigen: der erste, skeptische und destruktive Gutachter ist wohl aus dem Controlling und lässt mich erahnen, dass er eher handfeste, vorhandene, "nicht spekulative" Daten und Referenzen erwartet, die meiner Ansicht nach bei einer Neugründung nicht immer gegeben sind. (Was macht er denn bei einem Gründungswettbewerb?)

Der zweite ist ein Gründungsberater und hat auch als solcher mein Plan bewertet. Durchaus kritisch, aber durch seine Erfahrung und tägliche Arbeit mit den Gründern, für mich zumindest, Wert schaffend.

Die erste Person wäre mit Sicherheit die, mit der ich nie zusammen arbeiten würde/wollte;)

Dienstag, 12. August 2008

Bewertung von Gründerwettbewerb.de

Letzte Woche bekam ich die Bewertung meiner Geschäftsideenskizze durch den Gründerwettbewerb.de. Ich habe die Veranstallter angeschrieben und darauf folgend mit einem der Gutachter telefoniert. Er hat mir einige Impulse gegeben, wie ich konkret mein Businessplan verbessern kann, zwischen seiner Expertise und der von start2grow liegen Welten. Seine konstruktiven Erläuterungen sind in den Bereichen:
  • Stärkere Hervorhebung im Unterschied zu den Wettbewerbern
  • Ausführlichere technische Darstellung der Plattform und der Prozesse, die zum Entwickeln eines neuen jterms-basierten Systems notwendig sind
  • Konkrete Beispiele zur Anwendung darstellen
Außerdem wurden mir zwei Wettbewerder aus dem MDA-Umfeld genannt: IntegraNova und Otris Software. Somit habe ich nun wichtige Informationen, die zur Verbesserung meines Businessplans beitragen. Vielen Dank also an gründerwettbewerb.de

Dienstag, 5. August 2008

Die Welt der Wettbewerbe, die zweite

So langsam kommen weitere Bewertungen meines Businessplans zu mir. Nach start2grow ist es dieses Mal das Gründerwettbewerb des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Das Ergebnis ist auch dieses Mal ernüchternd. Hier die Bewertung, die aus Kategorie, Bewertung und maximal erreichbaren Punkten besteht:

Kategorie

Bewertung

Maximal erreichbar

Gründer/Präsentation der Idee

1,5

3,0

Markt/Marketing/Vertrieb

1,2

3,6

Idee

2,63

4,2

Machbarkeit

0,45

1,2

Summe

5,78

12


In jeder Kategorie etwa die Hälfte des Möglichen habe ich erreicht. Besonders gefällt mir die Kategorie Machbarkeit, die mit weniger als die Hälfte der möglichen Punkte bewertet wurde. Da fühle ich mich sehr geehrt:)

Die Idee scheint wohl auch nicht angekommen zu sein, obwohl es in dem Bereich, in den ich mich hinein Bewegen möchte, sehr viele Chansen und Potenzial vorhanden ist. Ich vermute, dass es zu viele Gründer auf dieses Thema stürzen und deswegen es nicht wirklich zündet bei den Gutachtern. Vielleicht liegt es auch in der Darstellung.

Spass bei Seite: ich muss wohl noch am Konzept feilen. Habe die Veranstalter angeschrieben, und hoffe dass ich etwas genauer über die Bewertung erfahren kann.

Dienstag, 29. Juli 2008

Die Welt der Wettbewerbe

Gestern ging die erste Phase des start2grow-IT-Gründerwettbewerbs zu Ende: es wurden die zehn besten Businesspläne, von insgesamt 54 eingereichten, mit 2.500 € prämiert. Meines war leider nicht unter den Siegern. Erstaunlich für mich ist es, dass unter diesen zehn bereits fünf schon etwas länger gegründet haben[1] und laut ihrer Selbstdarstellung bereits Kunden haben. Weiterhin komisch ist, dass von diesen zehn nur zwei aus meiner Sicht unmittelbar was mit IT zu tun haben: Edicore und Ubigrate. Andere konzentrieren sich aufs Shoppen (2), Musik/Audio (3) und, wie in meiner früheren Firma es benannt wurde, "weitere Märkte" (3)[2].

Alles zusammen macht mich dieses Ergebnis ein wenig traurig (nicht dass ich nicht gewonnen habe, ich hatte andere Gründe an dem Wettbewerb teilzunehmen; dazu aber später) und die Qualität des Wettbewerbs lässt aus meiner Sicht zu wünschen übrig. Wie komme ich zu dieser Aussage?
  • Das Ergebnis zeigt, dass die meisten prämierten Geschäftsideen nicht direkt dem IT-Schwerpunkt entsprechen. Alle Unternehmen setzen heutzutage IT ein, ob ein Online-Shop und seine Geschäftsidee den Schwerpunkt in IT hat? Das glaube ich nicht.
  • Start2grow wird bundesweit ausgeschrieben, wirbt mit einem breiten Coaching/Mentoren- und Gründernetzwerk, welches den Teilnehmern generell zur Verfügung steht. Nun, stehen diese tolle Möglichkeiten zu einem wesentlichen Teil nur im Raum Dortmund zur Verfügung. Wer also von außerhalb am Wettbewerb teilnehmen will, muss sich seine Coaches und Mentoren selber suchen (oder ständig nach Dortmund fahren). In meinem Fall war die Menge der potentiellen Ansprechpartner sehr dünn gewesen: start2grow-Netzwerk außerhalb Dortmunds und im speziellen im Rhein-Main-Gebiet ist wirklich mit fünf Personen überschaubar.
  • Im Falle eines Gewinns steht dem Gewinner der zweiten Phase erst dann die volle Summe (30.000 €) wenn das Unternehmen in Dortmund gegründet wurde/wird. Sonst die Hälfte.
  • Und nun entscheidender Faktor, wegen dem ich an dem Wettbewerb teil genommen habe. Start2grow wirbt mit einem umfassenden Gutachten der eingesandten Businesspläne, damit man die Schwächen erkennen kann und den Businessplan auch verbessern kann.

    Man schickt vier vollständige Businesspläne und zehn Ausdrucke der Executive Summary an start2grow. Die Businesspläne "sollen" von mehreren Gutachtern begutachtet werden, die Executive Summaries sollen von den mehreren Investoren angesehen werden. Der Erfasser soll dann die Begutachtungsergebnisse zusammen mit den Investoreneindrücken bekommen und was damit anfangen können.

    In meinem speziellen Fall, war der Businessplan nur von einem Gutachter angesehen worden, dessen Ausführungen und Kommentare nicht wirklich zur Verbesserung des BP beitragen: weil er leider zu schwammig in seinen Ausführungen ist und nicht konkret wird. Von den Eindrücken meiner Executive Summary habe ich noch nichts gehört.

    Auf die Anfrage bei start2grow hies es, dass ich Pech gehabt habe, da die anderen Gutachter mein BP aus verschiedensten Gründen nicht begutachten konnten.
Wegen dem letzten Punkt, war meine Teilname an start2grow ein Flop. Trotzdem habe ich dank start2grow einen, aus meiner Sicht, einigermaßen schlüssigen Businessplan überwiegend im Alleingang erstellen können.

Bleibt zu hoffen, dass ich hier: http://www.best-rhein-main.de/, http://www.enable2start.de/, und http://www.h-da.de/karriere-weiterbildung/career-center/der-gruenderpreis/index.htm, einen besseren und qualifizierteren Feedback erhalte.

[1] Liste der Unternehmen, die bereits existieren
MeinKartenSpiel.de
Parsolve.de
Justaloud.com
Scholarz.net
Ubigrate.com

[2] Ich möchte hier keinen "diskrimenieren", die Geschäftsideen an sich sind völlig ok.

P.S.
Ubigrate hat einen sehr interessanten Blog

Montag, 28. Juli 2008

Rich Internet Applications mit jACOB

Heute wurde ich durch die RAP-Mailingliste auf ein Produkt aufmerksam, welches die Erstellung von Rich Internet Applications in einer sehr kurzen Zeit erlaubt. Hersteller ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen Terragon-Software. Ihr kommerzielles, sowie Open Source, Produkt wird als MS-Access-Ersatz auf dem Gebiet der Web-Anwendungen positioniert.

Hier ein Screencast, wie die Erstellung einer Rich Internet Application mit jACOB funktionieren soll:



An sich widerlegt diese Tatsache meinen früheren Post, wo ich behauptet habe, dass es mir keine Wettbewerber in Deutschland mit ähnlichen Konzepten bakannt sind. Zum Zeitpunkt meiner Veröffentlichung war es auch so:)

Trotz verschiedenen technologischen Ansätzen und auf den ersten Blick nur wenigen konzeptionellen Unterschieden, sehe ich in Moment einen entscheidenden Faktor, welches mein Vorhaben von dem der Terragon-Software unterscheidet: sie sind noch nicht im SaaS-Markt (ich natürlich auch noch nicht, aber durch einen kurzen Blick auf deren Seite ist mir nichts in der Richtung aufgefallen, vielleicht bereiten sie sich auch darauf).

Denn ich glaube (und ich sehe mich durch so eine Größe wie Paul Graham bestätigt), dass ein SaaS-Markt deutlich mehr Wachstumsschancen bietet als nur reine technologie- und dienstleistungsorientierte Geschäftsmodelle.